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Ihre Dokumente finden wir in Bars, Kisten, Gerüchten, Fiktionen, unseren Körpern und unserer kollektiven Erinnerung. \n\n*A Pocket of Dyke Feelings* ist ein spielerisches Nachdenken über (queere) Archive und die Frage, wie queeres Wissen in einer cis-heteronormativen Gesellschaft organisiert ist. Es möchte der gewaltsamen „Objektivität” normativer Archive ein intimes, interaktives und absolut unvollständiges Experiment entgegenstellen und regt dazu an, selbst Geschichte(n) zu schreiben. Hierfür lädt das Projekt die Teilnehmer:innen dazu ein, eigene fiktive und reale Geschichten, Sehnsüchte, TikToks, „Fakten”, Lieblings-Dykes, Sprachnachrichten und alle Ephemera, die ihnen in den Sinn kommen, einzusenden. Die Beiträge werden Teil des Archivs und im Gegenzug kommt ein Stück aus dem Archiv zurück. Diese Schleife setzt sich während des gesamten Festivals fort – einmal Teil des Archivs können Teilnehmende tiefer in die Kommunikation eintauchen, mit dem Archiv interagieren, mehr Fragmente einbringen und erfragen, es herausfordern oder kritisieren. \nDer Fokus auf Dykes dezentralisiert dominante cis-männliche Perspektiven. Ursprünglich diente der Begriff Dyke als Beleidigung und hat nicht nur lesbische Cis-Frauen, sondern eine große Bandbreite an queeren Identitäten angegriffen. Die Verwendung schließt an eine queere Aneignung dieses Begriffes an, die sich gegen jegliche Festschreibung von Begehren oder Geschlecht stellt. Alle, die sich mit dieser Geschichte in Verbindung sehen, sind eingeladen dieses Archiv mitzugestalten.\n\nVia Handy sind Teilnehmer:innen dazu aufgerufen eigene fiktive und reale Geschichten, TikToks, „Fakten”, Lieblings-Dykes, Sprachnachrichten und alle Ephemera, die ihnen in den Sinn kommen, an das Archiv zu senden. Die Beiträge werden Teil des Archivs und im Gegenzug kommt ein Stück aus dem Archiv zurück. Diese Schleife setzt sich während des gesamten Festivals fort – einmal Teil des Archivs können Teilnehmer:innen tiefer in die Kommunikation eintauchen, mit dem Archiv interagieren, mehr Fragmente einbringen oder erfragen, es herausfordern oder kritisieren.\n\nTEXT ME YOUR DYKE FEELINGS\nUm teilzunehmen, lade die App Wire https://app.wire.com/auth/ herunter. Das ist eine verschlüsselte Kommunikations-App, für dein Handy oder den Computer. Du kannst deine Telefonnummer oder deine Mail-Adresse benutzen, um dich mit dem Namen deiner Wahl anzumelden. Wähle einen fiktionalen Namen, füge @apocket zu deinen Kontakten hinzu und sag ‘Hi’. Der Rest wird dir erklärt sobald du in der Pocket bist.\n\nVersuch es und verhandle dein Commitment drin. Du kannst dich jederzeit trennen oder tiefer gehen.\n\n Zum Abschluss gibt es am Montag, den 24. Mai ein gemütliches digitales Zusammenkommen zur Archivschau. ","Englisch":"In the tradition of normative archives, evidence of queer life often tells a story of pathologisation. At the same time, we encounter a great absence where non-normative forms of desire do not meet the requirements of validated historiography and where historical methods fail to map the desire, community, and thus the complexity, of queer pasts. Queer archival work, therefore, demands not only an inclusion of queer subjects on the shelves of knowledge institutions, but a queering of what we understand as history, as knowledge, and as evidence. Queer history has always taken place in private, darkness, and transience. We find its documents in bars, boxes, rumours, fictions, our bodies, and our collective memory. \n*A Pocket of Dyke Feelings* is a playful reflection on (queer) archives and the question of how queer knowledge is organised in a cis-heteronormative society. It wants to counter the violent \"objectivity\" of normative archives with an intimate, interactive, and absolutely incomplete experiment. It invites a reciprocal historiography. Via mobile phone, participants are invited to send in their own fictional and real stories, longings, TikToks, \"facts\", favourite dykes, voice messages, or any other ephemera that comes to mind. The contributions become part of the archive and in return, the archive offers back a piece of itself for the participants. This loop continues throughout the festival - once part of the archive, participants can dive deeper into communication, interact with the archive, contribute and examine more fragments, and challenge or critique the endeavor. \nThe focus on Dykes decentralises dominant cis-male perspectives. As an insult, the term “Dyke” has attacked not only lesbian cis-women but a wide range of queer identities. The term’s usage in this work connects to a queer appropriation that opposes any essentialisation of desire or gender. All who feel connected to this history are invited to co-create this archive. \n\nVia mobile phone, participants are invited to send in their own stories, real or fictional, as well as TikToks, \"facts\", favourite dykes, voice messages, or any other ephemera that comes to mind. The contributions become part of the archive and in return, the archive offers back a piece of itself for the participants. This loop continues throughout the festival: once part of the archive, participants can dive deeper into communication and interaction with the archive, contribute or examine more fragments, and challenge or critique the endeavor. \n\nTEXT ME YOUR DYKE FEELINGS\nTo participate download the app Wire https://app.wire.com/auth/, which is an encrypted communication app. You can use your phone number or mail address to sign up with a name of your choice. Create a fictions name, add @apocket to your contacts and say hi. The rest will be explained to you as soon as you arrived in the pocket.\n\nGive it a try and negotiate your commitment within. You can always break up or go deeper.\n\nAt the end there will be a cozy digital gathering for an archive viewing on Monday 24 May."},"TicketURL":null,"Downloads":[{"Download_deutsch":{"url":"/uploads/HOW_TO_ENTER_THE_POCKET_WITH_WIRE_2e0dcca8c6.docx"},"Link_deutsch":null,"Link_englisch":null,"Titel_deutsch":"HOW TO ENTER POCKET WITH WIRE – EN","Titel_englisch":"HOW TO ENTER POCKET WITH WIRE","Download_englisch":{"url":"/uploads/HOW_TO_ENTER_THE_POCKET_WITH_WIRE_2e0dcca8c6.docx"}}],"Titel_Deutsch":"A Pocket of Dyke Feelings","Titel_Englisch":"A Pocket of Dyke Feelings","Uhrzeit":"20:00","ort":{"Deutsch":"Online","Englisch":"online","Icon":{"url":"/uploads/Bildschirm_3f886cf746.svg"},"Icon_kontrastreich":{"url":"/uploads/Bildschirm_e242d3e231.png"}},"tag":{"Datum":"2021-05-20","Nummer":1},"tag_ende":{"Datum":"2021-05-23"},"veranstaltungsformat":{"Deutsch":"Sonstiges","Englisch":"Other","Symbol":{"url":"/uploads/Trapez_3607eb3fad.svg"},"Symbol_kontrastreich":{"url":"/uploads/Trapez_a46e7ec296.png"}},"GutZuWissen":{"Deutsch":"Das Projekt *A Pocket of Dyke Feelings* wird über den gesamten Festival-Zeitraum wachsen.\n\nDie App WIRE wird für die Teilnahme benötigt.","Englisch":"*A Pocket of Dyke Feelings* will grow throughout the whole festival.\n\nThe app WIRE is required."},"barrierefreiheits_eigenschaftens":[],"credits":null,"Bios":[{"bild":{"Bild":{"url":"/uploads/A_Pocket_of_Dyke_Feelings_Julia_Forgacs_1f77fcec48.jpeg"},"Deutsch":"Julia Forgacs","Englisch":"Julia Forgacs"},"Deutsch":"Julia Forgacs ist Künstlerin und Aktivistin, die in Berlin lebt und arbeitet. Ihre Projekte drehen sich um queere künstlerische Archiv-Praktiken und feministische Epistemologien in Performance, Film und Bildender Kunst. Sie interessiert sich für das Schaffen von und Partizipieren in Community Spaces, in denen der Aufbau neuer Beziehungen, Wissensaustausch, Unterstützung und Solidarität im Mittelpunkt stehen. Zu ihren jüngsten Projekten gehören der Anstoß einer Sextalk-Gruppe, die Mitarbeit in einer Nachbarschafts-Organisierung, die Co-Gestaltung der Dyke-Filmreihe *Lost and Delirious 069* und des queeren mittel-/osteuropäischen Filmfestivals sowie die Teilnahme an dem Workshop *OtherWays*. Außerdem ist sie Teil des [Ways Queer Feminist Art Residency and Rest Space Committee](https://ways.house).","Englisch":"Julia Forgacs is an artist and activist living and working in Berlin. Her projects revolve around queer artistic archival practices and feminist epistemologies in performance, film, and visual arts. She is interested in creating and participating in community spaces that focus on building new relationships, knowledge exchange, support and solidarity. Recent projects include kicking off a Sextalk group, being involved in a neighbourhood organisation, co-creating the Dyke film series *Lost and Delirious 069* and the queer Central/Eastern European film festival as well as participating in the workshop *OtherWays*. She is also part of the [Ways Queer Feminist Art Residency and Rest Space Committee](https://ways.house).","Titel_deutsch":"Julia Forgacs","Titel_englisch":"Julia Forgacs"}],"bild":{"Bild":{"url":"/uploads/A_Pocket_of_Dyke_Feelings2_44e5be18a1.jpg"},"Deutsch":"Eine:r sieht eine Foto-Collage. Im Hintergrund ist ein Flur eines Archivs mit Regalen zu sehen. Im Vordergrund gibt es zweimal ein Smartphone, auf dem Nachrichten und Bilder angezeigt werden.","Englisch":"One can see a photo collage. In the background there is a hallway of an archive with shelves. 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