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Af Klints Versuche, ihre Werke zu Lebzeiten öffentlich auszustellen, scheiterten an struktureller Benachteiligung und wurden bewusst verhindert, indem man sie – als crazy woman verunglimpfte: Sie blieb zeitlebens unverheiratet und kinderlos und liebte in lesbischen Beziehungen. Dazu zeigte sie seit ihrer Jugend Interesse an spiritistischen und okkulten Praktiken, wie Séancen, die in der auf Vernunft und Rationalität fixierten männlichen Gesellschaft nicht anerkannt waren. Im Rahmen von *Nocturnal Unrest* wird eine einstündige Zooméance den Geist von Hilma af Klint auferstehen lassen. In einer kritisch-spiritistischen Sitzung wollen wir die phallozentrierte Geschichtsschreibung sprengen. Während der dreiteiligen ritualisierten Lecture wird eine Videoarbeit gezeigt, die spielerisch af Klints Werke mit Visualisierungen von unsichtbaren natürlichen Phänomenen verschränkt und ihre Bilder in einen eigens konzipierten Kosmos von Sounds übersetzt. Wer war diese Frau am Mälarsee, die ihr Werk wie in einer Zeitkapsel in die Zukunft schoss? Die auf kommende Generationen vertraute und damit auf Menschen, die noch nicht geboren waren?\n\nFür die 12 Teilnehmer:innen gibt es ein \"Séance Starter Kit\" per Post. Bitte gebt daher eure Postadresse bei der Registrierung an. \n\nGefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.","Englisch":"In the universe of art history, the works of men are often regarded as the great planets. The artists often seem condemned to orbit around them like satellites, sometimes closer, sometimes further away and seemingly without any chance of ever reaching the centre themselves. In this logic, the work of the Swedish painter Hilma af Klint (1862-1944) has also been downgraded. In 1906, she created what was probably the first abstract painting ever - years before her male contemporaries Kandinsky, Malevich and Mondrian claimed these titles for themselves. But Af Klint's abstract painting has often been treated like a stroke of luck, accidental and unplanned. In contrast, the paintings of her male contemporaries are considered the result of well-earned achievement and intellect. Af Klint's attempts to publicly exhibit her works during her lifetime failed due to structural discrimination and were deliberately prevented by denigrating her – as a crazy woman: she remained unmarried and childless throughout her life and loved in lesbian relationships. In addition, since her youth, she showed interest in spiritualistic and occult practices, such as seances, which were not recognised in a male society, which was fixated on reason and rationality. As part of *Nocturnal Unrest*, a one-hour zooméance will resurrect the spirit of Hilma af Klint. In a critical-spiritualist session, we want to disrupt the phallocentred historiography and make it explode. During the three-part ritualised lecture, a video work will be shown that playfully intertwines Af Klint's works with visualisations of invisible natural phenomena, translating her images into a specially conceived cosmos of sounds. Who was this woman at Lake Mälaren who shot her work into the future as if in a time capsule? Who trusted in coming generations and thus in people who had not yet been born?\n\nFor the 12 participants we will send a \"Séance Starter Kit\" by post. 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Gemeinsam mit Tina Turnheim entwickelte er mit dem Theater der Sorge ein vielbeachtetes Produktionsmodell für ein politisch gemachtes Politisches Theater. 2013 gründete er das AV-Session-Kollektiv Flimm, das mit hybriden Verschmelzungen analoger und digitaler Klang- und Bilderzeugung experimentiert.","Englisch":"Flo Thamer studied Theatre Studies and Modern German Literature at the Freie Universität Berlin. He is currently a research assistant at the International Research College Interweaving Performance Cultures. In 2012, he co-founded the independent theatre collective EGfKA, which is located at the intersection of (theatre) art, theory production and political activism. Together with Tina Turnheim, he developed the Theater der Sorge, a highly regarded production model for politically made political theatre. In 2013 he founded the AV session collective Flimm, which experiments with hybrid fusions of analogue and digital sound and image production.","Titel_deutsch":"Flo Thamer","Titel_englisch":"Flo Thamer"}],"bild":{"Bild":{"url":"/uploads/Hilma_An_die_Noch_Nicht_Geborenen_a099cba7e7.jpg"},"Deutsch":"Bild der Malerin Hilma af Klint: silbrig-gelber Kreis, der einem Vollmond ähnelt auf einem schwarzen Hintergrund.","Englisch":"Painting by Hilma Af Klint: silvery-yellow circle resembling a full moon on a black background."},"sprachen":[{"Deutsch":"Deutsch ","Englisch":"German"}],"Gallerie":[{"__typename":"Strapi_ComponentDefaultBildMitMehrsprachigemAltText","Bild":{"url":"/uploads/Hilma_An_die_Noch_Nicht_Geborenen_cc_0adbf0eb32.png"},"Deutsch":"Bild der Malerin Hilma af Klint: silbrig-gelber Kreis, der einem Vollmond ähnelt auf einem schwarzen Hintergrund.","Englisch":"Painting by Hilma Af-Klint: silvery-yellow circle resembling a full moon on a black background."},{"__typename":"Strapi_ComponentDefaultBildMitMehrsprachigemAltText","Bild":{"url":"/uploads/DAKU_Logokombi_01_01_f7f87b2e4b.png"},"Deutsch":"Logo Fonds Darstellende Künste #TakeCare","Englisch":"Logo Fonds Darstellende Künste #TakeCare"}]}}},"pageContext":{"id":"23"}},
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