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The crossing of the threshold from the world defined by verbal language into the gym in which the outside world is not allowed.” (\"Was findet eigentlich statt, wenn ich Bodybuilding betreibe? Das Überschreiten der Schwelle aus der, durch verbale Sprache definierten, Welt in das Fitnessstudio, in dem die Außenwelt nicht erlaubt ist.\")\nBodybuilding ist eine hochgradig codierte Körperpraxis, die verschiedene Stufen der sozialen Anerkennung durchlaufen hat. Zunächst eingestuft als Beschäftigung der „Unterschicht\" bis hin zum körperlichen Ideal, das in Hollywood-Filmen dargestellt wird. Obwohl gesagt wurde, dass Bodybuilding androgyne Körper produziert, die die Geschlechter-Differenz auflösen, produziert die populäre Rezeption des Bodybuildings eher normative Bilder. Indem wir die traditionellen Gesten des Bodybuilders aus einer queeren Erfahrung heraus ausführen, versuchen wir, Störungen in einer ansonsten stark protokollierten Körpersprache zu erzeugen.\nDabei kombinieren die Performer:innen Erfahrungen mit traumatischen Ereignissen, die in direktem Zusammenhang damit stehen als „weiblich\" gelesen zu werden mit Kampf- und Kontaktsportarten und kreieren so eine Performance, die Fragen von Gewalt, Stärke, Drag Play und Wahrnehmung beinhaltet. Was wird als Stärke wahrgenommen, welche Körper können Muskeln und Dehnungen ausüben? Wer darf sich ausruhen, wessen Präsentation von Kraft gilt als affektiv? In dieser *Queer Bodybuilding*-Performance wird die Verkörperung als (gender-)queere Menschen und der Wunsch, sich stark zu fühlen und zu erscheinen, ohne normative Männlichkeit zu perpetuieren oder nachzuahmen, erforscht.\nWessen Queerness wird repräsentiert und wessen Queerness schließen die Performer:innen als weiße Personen aus, die halbnackt, mit kurvigen, aber nicht fetten Körpern auftreten? Wie überspielen wir die verschlungene Verbindung zwischen Bodybuilding und Ideologien von Gesundheit und Stärke?\nZunächst nehmen die Performer:innen „klassische\" Bodybuilding-Posen ein, um sie dann weiterzuentwickeln. Es geht aber vor allem darum, Muskeln zu zeigen. Es werden Posen entwickelt, die anstelle von Muskeln anderes Gewebe zeigt: Bindegewebe, Fettgewebe, knöchernes Gewebe, fantastisches Gewebe und das Gewebe, das zwischen uns aufgebaut wird. Mal in Zeitlupe, mal im Zeitraffer wird mit übertriebenen Bewegungen und Sensationslust gespielt.  Nach der Performance laden Rahel und Simon(e), noch mit Öl bedeckt und halbnackt, das Publikum zu einem kurzen Gespräch über das gemeinsam Erlebte ein. \n\nFotos von Tessa de Geus","Englisch":"*Nocturnal Queer Bodybuilding* plays with the impostor energy of drag performance and the supposed political isolation of sport practices. The performers enter, positioning themselves like bodybuilders, near-naked, boobs like bulged muscles, gazing at the audience – defying and proud. They ready themselves, pouring oil on each other, slapping the skin. The performers go through a choreography of exercises, cheering each other on, in competition but also co-dependent: using each other as weights.\nHeavy breathing becomes a rhythm, looping. The audience enters into the specific temporality of bodybuilding, of a gym, which is inherently looped, perfected and out of everyday time. As Kathy Acker questions: “What actually takes place when I bodybuild? The crossing of the threshold from the world defined by verbal language into the gym in which the outside world is not allowed.”\nBodybuilding is a highly coded body practice that has undergone various levels of social recognition, from being considered ‘lower class’ to becoming the physical ideal portrayed in Hollywood films. Though it has been said that bodybuilding produces androgynous bodies that dissolve gender difference, the popular reception of bodybuilding produces rather normative images. By performing the traditional gestures of the bodybuilder from a queer experience, we aim to create glitches in an otherwise highly protocoled bodily language.\nCombining our experience with traumatic events directly related to being read “female“ and our experience with martial arts and contact sports, we wish to create a performance that embodies questions of violence, strength, drag play and perception. What is perceived as strength, which bodies can perform muscle and expansion? Who is allowed to rest, whose presentation of power is considered affective? In this *Queer Bodybuilding* performance, we explore embodiment as (gender-)queer people and the desire to feel and appear strong without perpetuating or mimicking normative masculinity.\nWhose queerness do we represent, and whose queerness do we exclude as white performers, appearing half-naked, with curvy but non-fat able bodies? How do we glitch the intricate connection between bodybuilding and ideologies of health and strength?\nInitially, the performers take up \"classic\" bodybuilding poses, then move towards changing them. This scene is all about showing muscle. We will develop poses to show off other tissue than muscle: binding tissue, fatty tissue, bony tissue, fantastic tissue, the tissue that we build between us. We use slow-motion and speed to play with exaggerated motions and sensationalism. \nAfter the performance, Rahel and Simon(e), while still covered in oil and half-naked, invite the audience for a short conversation on what we commonly experienced. \n\nPhotos by Tessa de Geus"},"TicketURL":"https://www.eventbrite.de/e/nocturnal-queer-bodybuilding-tickets-152195895019?aff=ebdsoporgprofile","Downloads":[],"Titel_Deutsch":"Nocturnal Queer Bodybuilding","Titel_Englisch":"Nocturnal Queer Bodybuilding","Uhrzeit":"19:00","ort":{"Deutsch":"Online","Englisch":"online","Icon":{"url":"/uploads/Bildschirm_3f886cf746.svg"},"Icon_kontrastreich":{"url":"/uploads/Bildschirm_e242d3e231.png"}},"tag":{"Datum":"2021-05-21","Nummer":2},"tag_ende":{"Datum":"2021-05-21"},"veranstaltungsformat":{"Deutsch":"Performance","Englisch":"Performance","Symbol":{"url":"/uploads/Kreis_c47ab7d9d5.svg"},"Symbol_kontrastreich":{"url":"/uploads/Kreis_f5cc822e37.png"}},"GutZuWissen":{"Deutsch":"Für die Teilnahme wird ein Materialpaket verschickt, bitte gebt dafür bei der Registrierung bis spätestens 17. 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Er veröffentlichte mehrere Bücher auf Niederländisch, darunter einen Roman und eine Sammlung von Kolumnen. In *Enz. Het Wildersproces* teilt Van Saarloos einen feministischen und queeren Bericht über den Prozess gegen den niederländischen Rechtspolitiker Geert Wilders. In *Het monogame drama* kritisiert Van Saarloos das monogame Leben und falsche Vorstellungen von Sicherheit und schlägt ein nicht-monogames Liebesleben und eine andere Auffassung von Eigentum und Besitz vor. Das Buch wurde kürzlich ins Englische übersetzt und von Publication Studio unter dem Titel *Playing Monogamy* veröffentlicht. Ihr jüngstes Buch, *Herdenken herdacht*, ist ein Sachbuch über queeres Vergessen, Weißsein und verkörpertes Erinnern. Van Saarloos schloss 2020 ihr Studium der Bildenden Kunst und Design am Niederländischen Kunstinstitut (DAI Roaming Academy) mit einem M.A. ab. 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In *Het monogame drama*, Van Saarloos critiques monogamous living and false notions of safety, proposing a non-monogamous love life and a different take on ownership and property. The book was recently translated into English and published by Publication Studio, titled *Playing Monogamy*. Their most recent book, Herdenken herdacht, is a non-fiction work about queer forgetfulness, whiteness and embodied commemoration. Van Saarloos graduated with a M.A. in Fine Art and Design from the Dutch Art Institute (DAI Roaming Academy) in 2020. Their thesis *Science Without Man: Future Ghosts in a(**n**) R**A**tio**NAL** Space* is based on an artist residency at the Kavli Institute of Nanoscience. 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Dobkin holds a M.A in gender studies from Ben Gurion University of the Negev, Be’er Sheva, and a B.A in theatre directing and pedagogy from Seminar Hakibutzim College, Tel Aviv.","Titel_deutsch":"Natal Igor Dobkin","Titel_englisch":"Natal Igor Dobkin"},{"bild":{"Bild":{"url":"/uploads/Rahel_Barra_Crawford_833e1317f3.jpg"},"Deutsch":"Rachel Crawford Barra","Englisch":"Rachel Crawford Barra"},"Deutsch":"Rahel Crawford Barra ist eine Tanz- und Videokünstlerin, Performerin und Kampfsportlerin aus Berlin. Their Fokus liegt auf kollektiven Kollaborationen, wobei they die Bedingungen, Gemeinschaften und Beziehungen der Arbeit als entscheidend für die entstehenden Werke betrachtet. Der Körper ist der Hauptort ihrer Arbeit, die Theorie, Sozialwissenschaften, Kampf- und Heilpraktiken durchwebt und dabei auf eine Rückbindung an die Gemeinschaft abzielt. 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